Manfred Mai

Das verkaufte Glück

Der lange Weg der Schwabenkinder. (Ab 10 Jahre)
Cover: Das verkaufte Glück
Ravensburger Buchverlag, Ravensburg 2013
ISBN 9783473368693
Gebunden, 224 Seiten, 14,99 EUR

Klappentext

Mit Illustrationen von Henriette Sauvant. An einem Wintermorgen brechen der elfjährige Jakob und sein kleiner Bruder aus einem Tiroler Dorf auf, um den beschwerlichen Fußmarsch über die Berge anzutreten. Ihr Ziel: der "Kindermarkt" in Ravensburg. Wie viele Kinder aus der armen Alpenregion sollen sie sich bei einem Bauern im Schwabenland verdingen. Nach entbehrungsreichen Monaten voller Heimweh dürfen die Brüder im November nach Hause zurückkehren, doch die Zeit in der Fremde wird ihre Spuren hinterlassen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2013

Der Junge in diesem Buch, ein kindlicher Sklave, der von seiner armen Familie feilgeboten und zum Arbeiten bei schwäbischen Bauern gezwungen wird, träumt laut Katharina Laszlo von Gerechtigkeit. Das Buch vergleicht sie mit dem Jugendbuchklassiker "Die schwarzen Brüder", merkt aber an, dass beide Geschichten auf wahren Begebenheiten beruhen. Manfred Mai hat also nicht einfach ab- oder fortgeschrieben, sondern laut Rezensentin ein nuanciertes moralisches Universum erschaffen, das keine einfachen Antworten nach der Verantwortung für die Not zulässt. Laszlo scheint das gutzuheißen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.06.2013

Manfred Mai demonstriert: man kann auch über Kinderarbeit im neunzehnten Jahrhundert ein gelungenes Kinderbuch schreiben, berichtet Roswitha Budeus-Budde. In "Das verkaufte Glück" erzählt Mai die Geschichte zweier Brüder, Jakob und Kilian, die von ihren Eltern aus finanzieller Not mit auf das 'Schwabengehen' geschickt werden, einen langen Marsch aus den Alpen zu den Bauernhöfen um den Bodensee, wo die Kinder sich den Sommer über für einen kärglichen Lohn placken mussten, fasst die Rezensentin zusammen. Mai ist sich seiner jungen Leser bewusst und schildert die Ereignisse einfühlsam aus dem Blick der Brüder, lobt Budeus-Budde. Um den aktuellen Bezug des Themas nicht zu vernachlässigen, hat der Autor sogar noch ein Nachwort über die gegenwärtige Situation der Kinderarbeit beigefügt, berichtet die Rezensentin beeindruckt.

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