Manfred Enzenspergers Gedichte, Notate und Prosaminiaturen kreisen (thematisch) um das Leben in der Stadt, Menschen in Cafes, Restaurants und skurrilen Details aus der täglichen Nachrichtenschwemme, mit denen er das Ganze zum Sprechen bringt. Auf Abbildhaftigkeit ist kein Verlass, was uns entgegentritt, hat bereits manche Verfremdung hinter sich. Doch gerade so lernen wir sehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.05.2021
Rezensent Wulf Segebrecht empfiehlt Manfred Enzenspergers Gedichte und Notate angehenden Pensionären, die sich vom Autor gern mit auf einen Spaziergang durch Kölner und Düsseldorfer Straßen und Cafés nehmen lassen möchten. Dort sinniert der Autor laut Segebrecht mal professionell in Versen, mal prosaisch über Luxusuhren, Talkshows, ökologisches Bewusstsein, Flüchtlinge, die eigene Verdauung. Für den Rezensenten ein erbaulicher Zeitvertrieb, zumal die Texte die Jahre 2017 bis Anfang 2020 umfassen, also die vorpandemische Welt.
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