Magdalena Sadlon

Solange es schön ist

Roman
Cover: Solange es schön ist
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2006
ISBN 9783552053656
Gebunden, 112 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Johanna hasst das Alleinsein, und alles kommt immer heftig über sie - die Gefühle, die Männer und auch die Geschichten, die sie notfalls selber erfindet. Eine "Zeitbombe" sei sie, meint Frau Kralik, die Nachbarin, und seit Jahren schon befürchtet der Hausmeister "Probleme" mit der jungen Anwaltssekretärin, die "nicht übersehen werden will". Andererseits: War ihre Welt nicht in Ordnung? "Die Männer schauten sie noch an. Ein Lächeln ...", heißt es in Magdalena Sadlons Roman, der von Bewohnern eines Wiener Mietshauses erzählt, die mehr verbindet, als ihnen bewusst ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.08.2006

Kurz, aber kräftig feiert Alexandra Kedves diesen zweiten Roman der aus der Slowakei nach Österreich emigrierten Autorin Magdalena Sadlon. Schon deren Debüt "Die wunderbaren Wege" von 1986 fand Kedves recht fulminant, jetzt habe Sadlon aber ihr Schreibtemperament ein wenig gebändigt, was die Rezensentin aber zu noch freudigerem Lob anregt. Mit "analytischer Hitze und anmutiger Kühle" erzähle die Autorin darin von den ganz normalen Dramen in einer Wiener Hausgemeinschaft, meint sie und macht der Autorin auch das hübsche Kompliment: "Kläglicher und zugleich komischer als ihre Figuren scheitern keine in der jüngeren österreichischen Literatur."
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.03.2006

Rezensent Paul Jandl ist geradezu erstaunt, wie perfekt die österreichische Autorin Magdalena Sadlon vom menschlichen Unglück erzählen kann: "Das Prototypische wird hier wieder zum Individuellen, die grobe Komik des entfremdeten Alltags kippt in seine nervöse Tragik und wieder zurück." Im Vergleich zu ihrem Romandebüt, den Jandl auch schon mochte, ist die Erzählung über die Bewohner eines Mietshaus, in dem "die Nachbarschaft kein Trost und keine Hilfe" ist, deutlich schlanker, auf Wesentliche reduziert. Und trotz seiner künstlichen Verdichtung strahlt der Roman nach Meinung des Rezensenten auch etwas Wahres, sehr Reales aus: "Alle Stillagen des vergeblichen Wünschens sind in diesem kleinen, aber virtuosen Roman versammelt."
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