Penguin Verlag, München 2026
ISBN
9783328604518 Gebunden, 320 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Sophie Zeitz. Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorbild-Vorstadt-Familie sein: Mutter, Vater und drei Töchter, sonntags geht man in die Kirche. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer. Jeder für sich und alle miteinander. Seit Mutter Catherine in einer Sinnkrise beschlossen hat, die Ehe zu öffnen, lebt Vater Bud im Auto in der Garage und findet in der Selbsthilfegruppe Zuflucht, die am wenigsten nach Sekte klingt: die Verlorenen Schäfchen. Auch die Töchter suchen ihre Wege aus der familiären Lebenskrise: Die jüngste, Harper, ist sich sicher, dass sie einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Louise befindet sich in einem ungünstigen Beziehungsstrudel mit ihrem fundamentalistischen Online-Lover, während die dritte im Bunde, Abigail, einen schweigsamen jungen Mann namens Kriegsverbrecher-Wes datet. Und all diese Fäden laufen ausgerechnet bei einem zwielichtigen Milliardär zusammen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 22.05.2026
Die US-amerikanische Vorstadt-Kleinfamilie - ein beliebtes Sujet, weiß Rezensent Simon Sahner, tausendfach von der Popkultur aufgegriffen, in etliche Stereotype zerlegt und wieder zusammengesetzt. Dass es trotzdem noch nicht reicht, ja, dass man aus all diesen Stereotypen eine Literatur destillieren kann, die überrascht und erfrischt, die wahnsinnig gut unterhält, bei der einem mitunter "das Lachen im Halse steckenbleibt", das beweist die US-amerikanische Autorin Madeline Cash in ihrem Romandebüt. Freimütig bedient sie sich bei Vorlagen wie den Simpsons oder "Malcolm Mittendrin", greift beherzt in die Klischee-Kiste, um das, was sie daraus hervor zieht dann aber derart gekonnt mit den brillantesten Einfällen zu schmücken, dass aus dem Klischee am Ende etwas ganz anderes, neues geworden ist, lesen wir. Dieser Einfallsreichtum sowie der absurde Humor Cashs zeichnen diesen Roman aus. Dass davon kaum etwas in der deutschen Fassung verloren geht, haben wir der grandiosen Übersetzung von Sophie Zeitz zu verdanken, lobt Sahner. Einziges Manko dieses ansonsten überzeugenden Debüts: Der Plot. Dünnflüssig, wie ein Vorwand, plätschert er dahin. Dass Sahner diese Schwäche erst ganz zum Schluss seiner Rezension erwähnt, zeugt jedoch davon: Wesentlich ist hier nicht die Handlung, sondern die Figuren!
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