Lyonel Feininger

Menschenbilder

Eine unbekannte Welt
Cover: Menschenbilder
Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2003
ISBN 9783775713474
Gebunden, 160 Seiten, 24,80 EUR

Klappentext

Katalog zur Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle. Mit Texten von Ulrich Luckhardt, Matthias Mühling und anderen sowie 173 größtenteils farbigen Abbildungen. Lyonel Feininger gehört zu den populärsten Künstlern in Deutschland, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die moderne Kunst prägten. In seinen Darstellungen von thüringischen Dorfkirchen und atmosphärisch aufgeladenen Ostseelandschaften entwickelte er ab 1911 eine eigenständige, vom französischen Kubismus beeinflusste Formensprache. Weitgehend unbekannt ist, dass der gebürtige Amerikaner in Deutschland zunächst als Karikaturist arbeitete und so zu frühem Ruhm gelangte. Aus diesen kommerziellen Zeichnungen entwickelte sich seit 1906 eine selbstständige Kunst, in der die Darstellung des Menschen die zentrale Rolle einnimmt - ein bedeutender Werkkomplex des späteren Bauhaus-Meisters, der in dieser Publikation erstmals präsentiert wird.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.02.2004

Christian Gasser unternimmt es in seiner Besprechung des Bildbandes "Menschenbilder", der die Menschendarstellungen Lyonel Feiningers in seinen Gemälden und Zeichnungen untersucht, seine Tätigkeit als Cartoon- und Comiczeichner eingehend darzustellen. Der Rezensent würdigt den von 1887 bis 1937 hauptsächlich in Deutschland lebenden Maler und Zeichner als einen der kühnsten und innovativsten Comiczeichner, der das neu entstandene Genre zu bis dahin unbekannter Ausdruckhöhe verhalf. Eingehend behandelt Gasser auch die Entstehung und das plötzliche Ende der beiden unvollendeten Comic-Serien "The Kin-der-Kids" und "Wee Willie Winkie's World". Auf den Bildband selbst aber geht er in seiner Rezension seltsamerweise nicht näher ein, doch scheint er ihn wegen der großartigen Werke Feiningers auf jeden Fall für empfehlenswert zu halten.
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