Nach ihrem erfolgreichen Debüt "Kaspers Freundin" versammelt Luise Boeges neuer Band "Bild von der Lüge" die Erzählungen der vergangenen Jahre. Die Autorin zeigt sich mit ausufernder Spielfreude: Das Spektrum reicht von Alltagsbegegnungen bis zu Experimenten mit unzuverlässigen Erzählern, der Fragebogenform und Linklisten. Trotz ihrer Verweigerung gegen übliche Stilideale erweist sie sich dabei stets als schlagfertige und souveräne Prosaistin.
In ihren neuen unter dem Titel "Bild von der Lüge" erschienenen Erzählungen beweist Luise Boege einmal mehr, wie eindringlich sie den Horror von innen beschreiben kann, meint Rezensent Martin Lechner. Er folgt hier verschiedenen Figuren, die plötzlich vom Irrsinn ergriffen werden und die Lücke, die sich zwischen ihnen und der Welt auftut, sprachlich zu schließen versuchen. Die "freejazzartig verruckelten" Sätze, die dabei oft herauskommen und lediglich dem "Klangraum" der Handlung dienen, sind vielleicht nicht jedermanns Sache, glaubt der Kritiker, der sich allerdings gern von Boege den Verstand hat durchwirbeln lassen.
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