Dies ist die Geschichte einer gefährlichen Flucht, in einfacher Sprache geschrieben und doch voll Lebensweisheit und Phantasie. Ein Buch, das Hoffnung und Liebe zum Leben vermittelt
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.08.2004
"Fisch als Metapher für das Leben- das ist eine schöne Geschichte", befindet Cathrin Kahlweit. In diesem "Abendteuerroman mit politischen Hintergrund" findet ein Junge namens Tiger einen Fisch in einer austrocknenden Pfütze und besteht darauf ihn mitzunehmen, als er mit seinen Eltern vor einem Bürgerkrieg fliehen muss. Erst in einem Topf, dann in einer Wasserflasche und zuletzt im Mund des Jungen, begleitet der überlebende Fisch den langen, beschwerlichen Fußmarsch in die Sicherheit. "Spannend" ist die Geschichte schon, doch wundert sich die Rezensentin darüber, dass das Leben anderer Menschen und Flüchtlinge ausgeblendet bleibt, so dass die Geschichte scheinbar außerhalb von Zeit und Raum spiele. Sie räumt aber auch ein, dass sie "vermutlich überfrachtet" wäre, "wenn das Elend des Bürgerkrieges als Hintergrund gedient hätte". In diesem Verzicht sieht Cathrin Kahlweit einen Angeltrick: Jugendliche lesen einen solchen Roman halt "lieber als politische Aufklärungsliteratur mit hehrem Anspruch".
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