Wie neurechte Ideologien die Schulen durchsetzen und unsere Kinder bedrohen
Heyne Verlag, München 2026
ISBN
9783453607385 Gebunden, 224 Seiten, 16,00
EUR
Klappentext
Rassismus, Hetze, Gewalt gegen "linke Zecken", Homosexuelle und Migranten, offene Holocaust-Leugnung - so erlebten die Lehrkräfte Laura Nickel und Max Teske den Alltag an ihrer Schule. Entsetzt und zum Handeln entschlossen veröffentlichten sie einen Brandbrief, in dem sie "eine Mauer des Schweigens" anprangerten sowie die fehlende Unterstützung für Schulen durch Ämter, Politik und Eltern. Nach der Veröffentlichung erlebten die beiden Solidarität und Lob, aber auch heftige Anfeindungen. Ihre Geschichte, ihre Erfahrungen und die eindrücklichen Berichte von anderen Lehrern und Schülern zeigen, wie sehr Kinder in der Schule inzwischen der Gefahr rechtsradikaler Ideologisierung und Bedrohungen aufgrund ihrer Herkunft, Sexualität oder ihrer politischen Meinung ausgesetzt sind. Dieses Buch rüttelt auf und ermutigt zugleich, aktiv zu werden und die Lebenswelt für unsere Kinder so zu gestalten, dass sie auch zukünftig Demokratie leben können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 14.03.2026
Rechtsextremismus in Schulen ist ein wichtiges Thema, aber dieses Buch ist leider nur bedingt gelungen, findet Rezensentin Sophia Coper. Sie betont, dass die beiden Lehrkräfte eindrücklich schildern, wie Rechtsextremismus an ihrer Schule in Südbrandenburg Alltag war und sie durch ihren Brandbrief berufliche und private Folgen tragen mussten. Problematisch ist für die Rezensentin, dass die beiden Autoren ihre Erfahrungen mit Analyse und Tipps mischen: Durch die vielen Wiederholungen, ständigen Appelle und die nur oberflächliche strukturelle Kritik liest sich das Buch für sie wie ein Brandbrief auf Romanlänge. Am stärksten findet Coper die persönlichen Szenen, etwa das Treffen mit einem Schüler, der zur Jagd auf die Lehrkräfte aufgerufen hatte; insgesamt aber wollen Nickel und Teske nach ihrer Einschätzung "zu viel auf einmal".
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