Wie kamen Rock und Jazz in die Bundesrepublik? Konrad Heidkamp erzählt von Ausnahmemusikern, ihren Songs und ihren oft verschlungenen Lebenswegen. Von einer Jugend, die sich erst selbst begreifen mußte und von wilden, ereignisreichen Jahren, in denen sich nicht nur das Musikverständnis revolutionierte. Heitkamp porträtiert etliche Ikonen des Rock und Jazz und zeichnet wie nebenbei ein Sittengemälde: vier Jahrzehnte deutsche Nachkriegsgeschichte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.12.2000
Im Großen und Ganzen positiv bespricht Andreas Obst diesen Band und verzeiht dem Autor gerne seine subjektive Sichtweise. "Ein Hauch von Melancholie" liegt nach Meinung des Rezensenten über diesem Buch, in dem neben "Zeitungsausschnitten, Lyrik und Slogans" auch Heidkamps eigene Erinnerungen eine große Rolle spielen. Selbst neuere Fotos sehen hier, wie Obst anmerkt, seltsam vergangen aus. Doch trotzdem sei das Buch frei von überflüssigen Sentimentalitäten. Etwas erstaunt zeigt sich Obst von dem präzisen Erinnerungsvermögen Heidkamps und vermutet, dass der Autor an der ein oder anderen Stelle doch ein wenig dazu erfunden hat. Doch selbst wenn das so wäre, stört es den Rezensenten nicht: Es spielt keine Rolle, findet er. Was ihm außerdem gefällt, ist dass Heidkamp auch auf andere wichtige Themen der Zeit eingeht: Kino, RAF, Glaubenskriege darüber, welche Musiker denn nun wirklich besser seien als andere. Und auch die Porträts einzelner Musiker, gesteht uns der Rezensent, wird er "immer wieder lesen wollen".
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