Klaus Volk

Die Wahrheit vor Gericht

Wie sie gefunden und geschunden, erkämpft und erkauft wird
Cover: Die Wahrheit vor Gericht
C. Bertelsmann Verlag, München 2016
ISBN 9783570102596
Gebunden, 352 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Geht es in Prozessen und bei der Urteilsfindung um die Wahrheit? Eine nur auf den ersten Blick erstaunliche Frage, zumal aus der Feder eines bekannten Strafverteidigers. Jetzt zeigt er anhand zahlreicher Beispiele, dass der Augenschein häufig trügt, dass sich zunächst oft nur die halbe Wahrheit enthüllt. Was aber ist überhaupt Wahrheit und wie verhält sie sich zur Gerechtigkeit? Ist ein Geständnis mehr wert als ein Indizienbeweis? Sind abgesprochene Urteile noch wahr genug, um gerecht zu sein? Warum darf man sich der Wirklichkeit nicht auf jede Weise nähern? Wie beschwerlich und mitunter gefahrvoll diese Wahrheitssuche sein kann, worin der Gerichtssaal manchmal einer Theaterbühne gleicht und warum es kaum etwas Spannenderes gibt als einen Strafprozess, davon erzählt Volk anhand von Fallgeschichten aus seiner Praxis.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.09.2016

Hans Leyendecker kann beim Strafverteidiger und Staatsrechtsprofessor Klaus Volk was über den Unterschied zwischen Wahrheit und Gerechtigkeit erfahren. Wahrheit in allen Erscheinungsformen beschreibt der Autor laut Leyendecker aus lebenslanger Erfahrung und mit erzählerischem Talent, sodass auch schwierige Zusammenhänge verständlich werden. Folter, Geständnisse, Beweisverbote, Richter, Schöffen, Volkes Stimme - alles kommt bei Volk vor, meint der Rezensent. Dass der Autor nicht verbittert schreibt, sondern mit dem einzigen Wunsch zu erklären und höchstens noch, die Staatsanwälte ein wenig in Schutz zu nehmen, erscheint Leyendecker bemerkenswert.
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