Klaus Merz

Helios Transport

Gedichte
Cover: Helios Transport
Haymon Verlag, Innsbruck 2016
ISBN 9783709972724
Gebunden, 80 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

"Gedichte sind Denk-/fortsätze. Über das/Bedachte hinaus" Klaus Merz ist ein Verdichter der Sprache und des Lebens. Häufig kreisen seine Texte um unscheinbare Bilder und Szenen, beiläufige Beobachtungen und Erinnerungsfetzen. Doch jedem dieser Momente gewinnt Klaus Merz neue Facetten ab, in jedem seiner Gedichte verwandelt sich die Welt um ein kleines Stück. Vorsorge Zum Alterskapital unserer Liebe, Liebste zählt auch: Dass wir einander manches nicht ersparen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.02.2017

Einen "traditionsgebundenen Neuerer" nennt Rezensent Wulf Segebrecht den Dichter Klaus Merz anerkennend und lässt sich staunend durch mythologische Landschaften, durch Erinnerungen und gelegentlich auch ins erfrischend fröhliche "Land des Kalauers" führen. Merz' Lyrik, so der beeindruckte Rezensent, eröffnet Räume des bekannten und vertrauten Denkens, um sie jedoch gleich darauf wieder zu verlassen und ins Ungeschütze, ins Freie zu treten und zu denken. Dies erreicht er vor allem über einen so sensiblen wie spielerischen Umgang mit Sprache, in der er die "bündigsten Mehrdeutigkeiten" in äußerster Prägnanz darzustellen weiß, lesen wir. Seine Freude an diesem Spiel mit den Worten übertragt sich dabei auch auf den Leser, lobt der Rezensent und gibt sich lustvoll dem Nach- und Weiterdenken hin.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.10.2016

Samuel Moser hat nur manchmal das Gefühl, der Autor verwechselt ein Bonmot mit guter Dichtung. Dass ihm das auffällt, liegt allerdings an der allgemeinen Güte der Texte in diesem Band von Klaus Merz. Wie Merz das Alter besingt, laut Moser meist in schöner Beiläufigkeit, lustvoll, selbstironisch, witzig, ohne Wehleid oder auch Verantwortungslosigkeit, das scheint Moser doch im Ganzen gut gelungen, zum Beispiel "wenn er seiner zunehmenden Schlaflosigkeit 'das Lächeln eines fröhlichen Leichnams' entgegenhält". Stilistisch sehr an der Metapher hängend, wie Moser erkennt, klanglich und rhythmisch ausgewogen, pflegt der Autor die poetische Ökonomie und nicht die Moral, erläutert der Rezensent.