Mit 262 Abbildungen. Die Kunsttheorie der Renaissance hat einen Darstellungsbegriff zum Kanon erhoben, der das Bild als fiktiven Ausblick auf die Wirklichkeit versteht. Gleichzeitig begann man, das Bild in seiner Eigenwirklichkeit zu betonen. Der Gegensatz dieser Strategien führte zu neuen Bildauffassungen und zu einer grundlegenden Umformung im Verständnis von visueller Repräsentation.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.11.2001
Der Vorstellung, nach der es in der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Kunst im 15. einen fundamentale Zäsur gegeben habe, so lässt uns die Rezensentin Valeska von Rosen wissen, tritt der Autor mit diesem aus einer Habilschrift hervorgegangenen Buch "geschickt" entgegen. Die von Krüger zu diesem Zweck verwendete "Denkfigur, einer zeitlos gültigen, sich nur verschieden konkretisierenden 'ähnlichen Unähnlichkeit' und 'unähnlichen Ähnlichkeit' des Bildes" und die dafür stehende Schleier-Metapher, leuchten Rosen ein. Verblüffend findet sie so manches der angeführten Beispiele für eine solchermaßen reflexive Kunst. Allerdings muss sich der Autor von ihr auch fragen lassen, "ob wirklich bei jedem Beispiel das Reflexionsniveau so hoch ist, wie Krüger es postuliert".
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