Klaus Behling

Hightech-Schmuggler im Wirtschaftskrieg

Wie die DDR das Embargo des Westens unterlief
Kai Homilius Verlag, Berlin 2007
ISBN 9783897068728
Gebunden, 335 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Ob Rechner von Robotron oder nur simple Kunstfasern für Damenstrümpfe - wenn es um technischen Fortschritt ging, war die DDR Zeit ihrer Existenz auf schwarze Geschäfte mit dem Westen angewiesen. Grund: Mit Exportverboten für High-Tech-Produkte wollte dieser von Anfang an ihre Entwicklung bremsen. In seinem Report untersucht Klaus Behling, wie diese Beschränkungen dennoch unterlaufen wurden, wer in Ost und West daran verdiente und ob sie wirklich der DDR-Wirtschaft halfen. Er deckt die bis heute geheimnisvollen Geschäfte von "Devisenbeschaffer" Alexander Schalck-Golodkowski auf, nennt die Profiteure der schwarzen Geschäfte im Westen und sucht nach den Spuren des im Einigungsprozess verschwundenen "Volkseigentums".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.2007

Klaus Behlings Buch über die illegalen Geschäfte der DDR hat Rezensent Hermann Wentker alles in allem enttäuscht. Wie er berichtet, basiert das Buch auf dem Bericht des Koko-Untersuchungsausschusses des Bundestags und dessen drei umfangreichen Anlagenbänden sowie auf Erinnerungen der Beteiligten. Er hält dem Autor vor, nicht systematisch vorzugehen, sondern Geschichte an Geschichte zu reihen. Dabei gehe es um Dinge wie Wirtschaftsspionage, östliche Schmiergelder für Westfirmen, die "speziellen Beschaffungsorgane" der DDR im Westen, die "Partnerfirmen" der DDR in der Bundesrepublik oder im westlichen Ausland. Auf die Dauer scheint das Wentker einfach "ermüdend".
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