Für die einen waren sie Täter, weil Verräter, für die anderen Opfer, weil sie die DDR nicht auf anderem Wege verlassen konnten. Es geht um Fahnenflüchtige auf See. Ingo Pfeiffer, Fregattenkapitän bei Volks- und Bundesmarine, deckt ein sehr dunkles Kapitel der Marine der DDR auf.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.07.2009
Für Werner Rahn stellt Ingo Pfeiffers auf der Auswertung von Stasiakten basierende Band einen weiteren Baustein dar für die Aufarbeitung der Stasi-Rolle und -Strukturen in der NVA. So schwer verständlich ihm die vom Autor, einem ehemaligen U-Boot-Ingenieur, verwendete DDR-Militärterminologie und -diktion mitunter auch erscheint, so informativ findet er die Darstellung dennoch. Rahn erfährt viel über den Bordbetrieb in der Volksmarine, in "knappen" Analysen über die Aufgaben der Staatssicherheitsorgane und anhand von zehn durch den Autor differenziert bewerteten Beispielen über geglückte und misslungene Fluchtversuche "zur See". Ein Personenregister und ein umfangreicheres Literaturverzeichnis hätte der Rezensent sehr begrüßt.
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