Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutschhahn. Martyn Pig ist 14 Jahre alt und liebt Krimis. Sein Vater ist ein Säufer, den er schon immer gehasst hat. Umbringen wollte er ihn allerdings nie. Dennoch sieht sich Martyn plötzlich mit einem Toten konfrontiert - und spätestens als er erfährt, dass sein Vater Geld geerbt hat, richtig viel Geld, wird ihm klar, dass man ihn für einen Mörder halten wird. Zusammen mit Alex, in die Martyn heimlich verliebt ist, heckt er einen haarsträubenden Plan aus.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 25.11.2004
Ob Kevin Brooks frühere Arbeit im Krematorium ausschlaggebend für seine "authentische" Wortwahl im Umgang mit dem Tod ist, lässt Rezensentin Iris Mainka dahingestellt. Fest steht für sie jedoch, dass sein neues Buch mehr als nur ein "ganz normaler Krimi" ist. Die Geschichte erzählt vom "inneren Überleben" eines Jugendlichen, dessen Vater Alkoholiker ist und eines Tages tot aufgefunden wird, von der Angst des Sohnes, für den Mörder gehalten zu werden, aber auch von seiner Leidenschaft für Kriminalromane. Dabei erspart der Autor seiner Leserschaft keine "drastische Schilderung", sondern vermengt "finstere Wirklichkeit und pubertäre Fantasien", lobt die Rezensentin. Brooks' Sprache ist so "zupackend" und "authentisch", seine Welt beobachtet er mit dem "gnadenlosen Blick eines Machtlosen", dass für die Rezensentin nur ein Schluss zu ziehen bleibt: Der Autor dieses Erstlingswerks hat in seinem Leben mehr gesehen als "die Welt wohlbehüteter Bürgerkinder".
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