Aus dem Englischen von Ute Mihr. Tom ist anders, anders als die anderen seines Volkes. Er sei wie Edrin, sagen die Elfen, und Edrin war eine Gefahr für die anderen. Also haben sie sie getötet. Aus Angst flieht Tom in die Stadt der Dämonen und findet Unterschlupf in einem Gartenhäuschen. Bald macht sich ein unheimlicher Gedanke in Toms Kopf breit: Ist er selbst vielleicht ein bisschen wie die Dämonen? Und sind einige Dämonen vielleicht ein bisschen wie er selbst?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2006
Eine "kluge und warmherzige Fabel" hat Sally Prue geschrieben, meint Rezensentin Sybil Gräfin Schoenfeldt. Ihr gefällt die Geschichte, in der auf der einen Seite die freiheitsliebenden Elfen, auf der anderen die in scheinbaren Abhängigkeiten lebenden Menschen, genannt Dämonen, stehen, weil sie "ungewöhnlich" ist. Prue nämlich beschreibe die fabelhafte Elfenwelt nicht als einfach nur zauberhaft und "niedlich", sondern als Welt, "in der Sehnsucht und Wandel möglich sind". So gelingt es einem Mädchen, den Elfen Tom für das Menschsein zu begeistern und ihm zu zeigen, dass Liebe, Freundschaft und Verantwortungsgefühl nichts mit Freiheitsverlust zu tun haben. Das Fabelwesen, das freiwillig zum Menschen mit Bodenhaftung wird - nach Ansicht der Rezensentin eine "erstaunliche Variante eines altbekannten Themas".
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