Aus dem Englischen von Jan Valk. Die Kriminalbeamten Hawthorn und Child durchstreifen London und versuchen, die ihnen anvertrauten Fälle zu lösen. Sie begegnen erstaunlichen Menschen und erleben seltsame Dinge. Gebannt verfolgen wir, wie Hawthorn und Child Licht ins Dunkel zu bringen versuchen, und geraten mit ihnen in ein Kaleidoskop von Geschichten, in denen die Detektive mal die Hauptfiguren, mal nur Beobachter sind. Ein faszinierender Roman, in dem sich nicht immer alles auflöst - aber ist das nicht wie im wirklichen Leben?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.09.2015
Keinen typischen Krimi, aber ein eigensinnig-bizarres Werk hat Rezensent Hans-Peter Kunisch mit Keith Ridgways neuem Buch "Hawthorn and Child" gelesen. Dem Kritiker erscheint die Lektüre dieser rätselhaften, die Spannung vage haltenden Geschichte als lausche er einem entfernten Tischgespräch, in dem die Themen plötzlich wechseln. Vor allem aber sind es Ridgways Charaktere, die den Rezensenten fesseln: Ob der schwule Kriminalkommissar Hawthorn, der beim Versuch, die Ansprüche seiner kleinbürgerlichen Familie und seine Vorliebe für Darkrooms in Einklang zu bringen, in Tränen ausbricht, oder der Fahrer des vornehmen Gauners Mishazzo, der mit seiner Freundin nur durch ein Notizheft auf dem Küchentisch kommunizieren kann - Ridgways Figuren machen das Besondere dieses Metakrimis aus, meint der Kritiker, der überzeugt ist, dass der Schriftsteller Nathaniel Hawthorne dieses Buch mit Freude gelesen hätte.
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