Katja Eichinger

Amerikanisches Solo

Roman
Cover: Amerikanisches Solo
Metrolit Verlag, Berlin 2014
ISBN 9783849303365
Gebunden, 256 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Harry Cubs ist Jazzmusiker von Weltformat. Ein prominenter, schöner Mann mit Kopf und Herz, cool, ausgebrannt und einsam. Zum ersten Mal seit langer Zeit setzt er das Tournee-Leben aus, um in seinem modernen, festungsähnlichen Haus in L.A. zur Ruhe und zu sich selbst zu finden. Immerzu reflektierend, beginnt er, sich auf seine neue Nachbarin Mona zu fixieren, die eine selbstzerstörerische Beziehung mit einem älteren Mann zu führen scheint. Seine Intuition wird zur fixen Idee und sein Anliegen, die junge Frau zu retten, zur Mission. Ein erster Hausbesuch ihrerseits eskaliert - im Affekt sperrt Harry Mona ein, und es entspinnt sich ein Täter-Opfer-Drama mit dramatischem Ausgang.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.03.2014

Katja Eichinger setzt mit ihrem Roman "Amerikanisches Solo" die Tradition der deutschen L.A.-Literatur fort, berichtet Ursula März: Kalifornien wird zum Kontrapunkt der alten Welt, "New York ist die Steigerung, Los Angeles das andere", so die Rezensentin. Eingepackt in einen Psychothriller-Plot, in dem ein egozentrischer amerikanischer Jazzmusiker ein ungarisches Model in seinen Panikraum schließt, um sie ihrem französischen Ehemann zu rauben, verhandelt Eichinger das Spannungsverhältnis zwischen Europa und Nordamerika, erklärt März, mitsamt all den vielen Klischees, Vorurteilen und Motiven, die dieses Thema eben mit sich bringt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.03.2014

Bücher mit Soundtrack findet Rezensent Claudius Seidl super. Und Katja Eichingers Roman hat darüber hinaus sogar einen Titelsong, meint Seidl: "The American Dream". Wenn Eichinger den Hauptpart ihres Buches dazu durch die kalifornische Landschaft cruisen lässt, passt das für Seidl, selbst, wenn der Held kein "private eye" oder Hunter Thompson ist, sondern "bloß" Jazz-Saxofonist. Auch den Umstand, dass im Buch lange nichts oder nicht viel passiert, außer dass sich die Hauptfigur mit sich selbst befasst, quittiert Seidl mit Engelsgeduld. Zunächst. Als er feststellt, dass der Autorin zum Titelsong gar nicht so bannig viel einfällt, ärgert er sich allerdings doch ein bisschen über so viel Entgegenkommen.
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