Kathrin Steinberger
Der Rosengarten
Rosa, der Krieg und das Niemandsland (Ab 12 Jahren)

Tyrolia Verlagsanstalt, Innsbruck 2024
ISBN 9783702241957
Gebunden, 288 Seiten, 22,00 EUR
ISBN 9783702241957
Gebunden, 288 Seiten, 22,00 EUR
Klappentext
Herbst 1916 - gefühlt ist die ganze Welt im Krieg. Die jugendliche Rosa hat in dieser schweren Zeit zusätzlich noch einen eigenen Kampf zu bewältigen. Denn nach dem tödlichen Arbeitsunfall ihres Vaters wird sie zur Vollwaise und muss daher ins Heim. Keine schöne Erfahrung im kriegsgebeutelten Wien. Als ihr angeboten wird, als "Kostkind" zu einer alten Frau zu ziehen, ergreift sie daher die Chance, auch wenn dort das Leben nur unwesentlich besser ist. Denn die alte Wirtshauswitwe ist verhärmt, streng und hart. Aber immerhin gibt es dort genug zu essen - was Rosa in ein moralisches Dilemma bringt. Sollten in diesen knappen Zeiten doch Lebensmittel und sonstige Materialien gerecht unter der Bevölkerung aufgeteilt werden. Was eigentlich Gesetz ist, scheint allerdings niemanden zu interessieren, wenn man nur genug Geld hat. Verraten kann Rosa die alte Frau jedoch auch nicht, denn ins Waisenhaus will sie auf keinen Fall zurück. So findet sie ihre eigenen Wege, um ihr Gewissen zu erleichtern. Und sie findet einen seelischen Zufluchtsort - das alte benachbarte und nun verlassene Gasthaus der Frau, den "Rosengarten". Hier findet sie nicht nur Ruhe, sondern eines Tages auch den verletzten Simon. Einen Deserteur von der Isonzo-Front …
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.01.2025
Ein eindrückliches Buch für junge Leser über den Krieg hat Kathrin Steinberger laut Rezensent Fridtjof Küchemann geschrieben. Die Hauptfiguren sind Rosa, eine Teenagerin, die nach dem Tod ihres Vaters bei einer herrischen Witwe wohnt und Simon, ein junger Deserteur, den sie pflegt und dem sie, in einer eindrücklichen Passage, die Haare schneidet. Er erzählt ihr dann vom Krieg, der fast durchweg nur indirekt thematisiert wird, so Küchemann. Auch eine Liebesgeschichte zwischen den Hauptfiguren wird angedeutet. Küchemann merkt außerdem an, dass die Grenze zwischen den Guten und den Bösen schon arg eindeutig gezogen ist, Grautöne kommen hier weniger vor. Aber, meint er abschließend, das ist vielleicht notwendig, um dem Publikum die Härten des Krieges näher zu bringen.
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