Wollten Sie schon immer mal nachsehen, warum die Dinosaurier ausgestorben sind - und dabei möglichst selbst am Leben bleiben? Von England nach Dänemark laufen, ohne nasse Füße zu bekommen? Zusehen, wie Stonehenge erbaut wird? - Mit diesem Reiseführer kann nichts mehr schiefgehen: Kathrin Passig und Aleks Scholz vermitteln alles, was Zeitreisende wissen müssen. Was Sie bei den Volksfesten der Maya erwartet, wogegen Sie sich vor der Reise in die Renaissance impfen lassen und welche Kleidung Sie für die Weichsel-Eiszeit einpacken sollten, all das erklärt Ihnen dieses Handbuch. Mehr noch: Es verrät Ihnen die schönsten Zielorte und -zeiten, nützliches Wissen über Parallelwelten und ihre Besonderheiten, Umgangsformen für jede Epoche, praktische Tipps für mehrere Weltteile und das gesamte All. Und wenn Sie im Urlaub nicht nur an den Traumstränden der Vergangenheit herumliegen, sondern die Welt verbessern möchten, erfahren Sie hier, was dafür zu tun wäre.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.06.2020
Rezensentin Jutta Person rät, Kathrin Passigs und Aleks Scholz' Gedankenspiele ernst zu nehmen. Denn die Schriftstellerin und der Astronom gehen genau dorthin, "wo andere bloß im Schlamm stochern", staunt die Kritikerin, die sich fasziniert mit den Autoren auf Zeitreisen in die DDR, die Inka- und Aztekenreiche, ins Pleistozän bis hin zum Urknall begibt. Im souverän "persiflierten Alternativreiseführerton" erzählen ihr Passig und Scholz, worauf man beim Dinosaurier-Besuch achten muss oder wie es sich anfühlt, mit "staubiger Perücke" einer Bach-Uraufführung beizuwohnen. Bei aller "Ironie" erkennt die Rezensentin allerdings stets den Anspruch der Autoren, "philosophische Grundprobleme" zu verhandeln: Dass Menschen aus der Geschichte deshalb nichts lernen, weil sich diese "ohne Konsistenz und ohne Ziel" ereignet, nimmt Person aus der Lektüre mit.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 27.06.2020
Rezensent Martin Maier hat sich mit diesem Reiseführer zu den abgelegenen Stationen der Weltgeschichte köstlich amüsiert: Die virtuellen Zeitreisen haben ihm beispielsweise gezeigt, dass das Pleistozän ein Paradies für Wintersportler ist und die Besichtigung des Urknalls einen Langzeiturlaub erfordert. Eine originelle Erkundung der eher unbekannten Kapitel unserer Vergangenheit, lobt Maier.
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