Aus dem Amerikanischen von Sabine Ludwig. Der Hund lächelte mich an. Er machte das genau wie vorhin, indem er die Lippen zurückrollte und mir seine Zähne zeigte. Er lächelte so doll, dass er niesen musste. In einen Hund, der Sinn für Humor hat, muss man sich ganz einfach verlieben. "Komm mit", sagte ich. Und dann gingen wir beide, Winn-Dixie und ich, nach Hause. India Opal Butoni, zehn Jahre alt und neu in der Stadt im Süden, weiß natürlich nicht sofort, welchen Schatz sie mit Winn-Dixie gefunden hat. Aber sie ahnt es, als der lächelnde Hund sogleich ihren Vater umstimmt und in den nächsten Tagen anfängt Freundschaften zu schließen. Bald ist Opal überhaupt nicht mehr allein ...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.10.2001
Der amerikanischen Autorin Kate Dicamillo ist geglückt, was nur selten gelingt: Sie hat eine Geschichte geschrieben, die das Leben schrieb, eine Freundschaft zwischen der zehnjährigen India Opal Buluni und dem Hund Winn-Dixie, den sie einem Supermarkt gleichen Namens aufliest, schwärmt Christine Knödler. "Wundervoll-glaubwürdig" findet die Rezensentin diesen Roman "für Kinder aus Kindersicht, voller Witz, Tief-Sinn und Lebensweisheit". Nichts werde hier herbeigeredet, nichts dramatisiert, aber auch nichts verharmlost. Das Buch gebe alles her, was gute Bücher und gute Freundschaften gemeinsam hätten: "Erzählen, (Be-)Reden, Loswerden, Loslassen, Bewältigen."
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 04.10.2001
Die Geschichte über Opal und einen Hund, den sie in der Supermarktkette Winn Dixie aufgreift und sofort nach der Kette benennt, ist für Siggi Seuss ein Märchen aus der amerikanischen Alltagsprovinz, das zwar in seiner Freundlichkeit utopisch wirkt, aber trotzdem menschlich, herzensgütig, seelenerwärmend und weise sei und außerdem zum Lachen und zum Weinen anregt. Die Supermarktkette Winn-Dixie-Stores, merkt Seuss an, hat sich von dem Buch übrigens im Impressum distanziert. Zu groß scheint die Angst, mutmaßt der Rezensent, in den Ruf zu geraten, ein hundefreundlicher Laden zu sein.
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