Karl-Theodor Zauzich

Hieroglyphen mit Geheimnis

Neue Erkenntnisse zur Entstehung unseres Alphabets
Cover: Hieroglyphen mit Geheimnis
Philipp von Zabern Verlag, Darmstadt 2015
ISBN 9783805347563
Gebunden, 176 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Die Herkunft des Alphabets ist ein uraltes Problem der Menschheit, über das spätesten seit dem klassischen Altertum nachgedacht wird. Ganze Bibliotheken sind über das Thema geschrieben worden, ohne dass die Diskussion zu einer allgemein akzeptierten, unangreifbar bewiesenen Lösung gekommen ist. Karl-Theodor Zauzich weist nach 40-jähriger Forschung nach, dass - entgegen der bisher allgemeinen Lehrmeinung - unsere Buchstaben sich in ihrer Form von ägyptischen Hieroglyphen in ihrer kursiven (hieratischen) Schreibung herleiten lassen und dass ihre Namen die ägyptischen Erklärungen dieser Hieroglyphen sind, teils in semitischer Übersetzung. Das Buch geht den Weg "vom Bild zum Buchstaben" und enthüllt das Geheimnis, aus welchen ägyptischen Hieroglyphen unsere so abstrakt erscheinenden Buchstaben entstanden sind. Wir alle schreiben und lesen Zeichen, die ursprünglich ägyptische Hieroglyphen waren.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.05.2015

Auch wenn Wolfgang Krischke mitunter den roten Faden verliert beim Lesen des Buches von Karl-Theodor Zauzich, bringt ihm als Fachmann die Lektüre Gewinn. Krischke lobt die verständliche Sprache des Buches, kann der darin niedergelegten Chronologie der schrifthistorischen Entwicklung und die kausalen Zusammenhänge aber nicht immer problemlos folgen. Schade insofern, als er beim Ägyptologen Zauzich eine für ihn durchaus nachvollziehbare Kritik des Sinai-Theorems vorfindet, demzufolge der Übergang von den Hieroglyphen- zur Alphabetschrift dort in der ersten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. stattfand. Der akribische Vergleich von Buchstaben, Namen und Lautwerten des phönizischen und des griechischen Alphabets mit den entsprechenden Hieroglyphen macht dem Rezensenten Zauzichs Theorie plausibel, derzufolge das Ägyptische hier als direkte Quelle fungiert. Trotz einiger Lücken und Mutmaßungen, die der Autor laut Krischke vorbildlich als solche markiert, für den Rezensenten eine erhellende Angelegenheit.

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