Karl-Heinz Ott

Ins Offene

Roman
Cover: Ins Offene
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2006
ISBN 9783455400069
Gebunden, 143 Seiten, 17,95 EUR

Klappentext

Ein Mann fährt in das oberschwäbische Dorf seiner Kindheit, um der sterbenden Mutter beizustehen: eine Reise in die Enge der Vergangenheit. Als unehelicher Sohn in einer erzkatholischen Gegend geboren, verbindet ihn mit seiner Mutter eine lebenslange Hassliebe. Nun setzt eine behutsame Annäherung ein - und ein aussichtsloser Wettlauf gegen den Tod.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 27.12.2006

Ulrich Rüdenauer findet es sehr begrüßenswert, dass der vor acht Jahren erschienene und vergriffene Debütroman von Karl-Heinz Ott nun wieder aufgelegt worden ist. Es geht um eine höchst problematische Mutter-Sohn-Beziehung, die sich auch durch den bevorstehenden Tod der Mutter nicht aufarbeiten lässt, fasst der Rezensent zusammen. Rüdenauer ist von der sprachlichen Kraft, mit der der Autor die Hass-Liebe seiner Figuren und die ambivalenten Gefühle des Sohnes bei der Wiederbegegnung mit seiner alten schwäbischen Heimat schildert, schlichtweg begeistert. Insbesondere die Darstellung des geradezu mittelalterlichen Katholizismus in dem oberschwäbischen Dorf hat Rüdenauer offensichtlich mächtig beeindruckt und im Titel sieht er das "sisyphushafte" Bemühen aufscheinen, sich aus den beengenden Fesseln der Kindheit zu befreien.
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