Für die einen war sie die "das größte Sicherheitsrisiko" der Hauptstadt, für die anderen die "Fackelträgerin des Rechtsstaats". Unter heftigen Turbulenzen schaffte sie es als erste Frau 1994 auf den Präsidentenstuhl des Bundesverfassungsgerichts. Mit Glaubwürdigkeit, Kompetenz und Charme verhalf Jutta Limbach den Roten Roben zu ungeahnter Popularität. Wiederum als erste Frau vermittelte sie jetzt deutsche Kultur in aller Welt - als Präsidentin des Goethe-Instituts.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 10.11.2003
"Anschaulich, manchmal üppig" sei die "Erzählkraft" in Karin Deckenbachs Biografie Jutta Limbachs, findet Astrid Hölscher, die ihr Wohlwollen gegenüber der Porträtierten nicht zu verbergen mag. Die Autorin habe ein "deutliches Bild von dieser kleinen, zähen Frau" gezeichnet, die eine "beispiellose Karriere" gemacht hat, schwärmt die Rezensentin weiter. Angesichts der abgedruckten Fotografien aus Kindertagen hat sie sich sogar dazu hinreißen lassen, über deren Aussagegehalt zu spekulieren, denn schon damals blickte die "junge Jutta Ryneck" immer so "ernst drein". Diese Art "rückwirkende Deutung" sei im Falle Jutta Limbach durchaus "interpretationsfähig", befindet Astrid Hölscher.
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