Herausgegeben und mit einem Nachwort von Dieter Borchmeyer. Eine Streitschrift aus dem 18. Jh. gegen die Abschaffung des Hanswurst und Harlekin durch Gottsched, dazu weitere Texte von Möser und ein Aufsatz von Ricarda Huch über Pestalozzi und Möser.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.02.2001
Kurt Wölfel befindet, dass Justus Möser übel mitgespielt wird in der vorliegenden Ausgabe einiger seiner kleineren Schriften. Das Bändchen gerate nicht nur zu "schmal", um hierin jenen "geistreichen deutschen Prosaisten" des 18. Jahrhunderts wieder zu entdecken, auch die Vereinnahmung, die Dieter Borchmeyer in seinem Nachwort vornimmt, wenn er Mösers Verteidigung des Grotesken in die Nähe der subversiven Karnevalstheorie von Michail Bachtin rückt, sei schlichtweg ungerechtfertigt, stellt Wölfel entschieden fest. Zudem umfasse der titelgebende Aufsatz gerade mal ein Drittel der Ausgabe und über die Auswahlkriterien der anderen hier veröffentlichten Schriften Mösers könne auch nur spekuliert werden. Den das Bändchen abschließenden Beitrag von Ricarda Huch findet Wölfel völlig fehl am Platz. Vernichtendes Fazit des Rezensenten: "Manchen Büchern, die herauskommen, hätte es gut getan, noch eine Weile drin zu bleiben."
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