Jürgen Wertheimer

Europa - eine Geschichte seiner Kulturen

Cover: Europa - eine Geschichte seiner Kulturen
Penguin Verlag, München 2020
ISBN 9783328600633
Gebunden, 576 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Was hält Europa zusammen? Gibt es Gemeinsamkeiten in den Werken der Kunst und Kultur, die sie als europäisch kenntlich machen? In einer fesselnden Reise durch über 2000 Jahre europäischer Kulturgeschichte zeigt Jürgen Wertheimer, was Europa ausmacht: Es nimmt sich seit jeher als Gemeinschaft wahr, die ständigem Wandel unterliegt, die zwischen Autonomie und Zusammenhalt schwankt - ohne sich auf ein starres Selbstbild zu verpflichten. Trotz aller Krisen und Kriege liegt darin auch seine Stärke: Seit der Antike hat sich eine einzigartige Kultur der Neugier, Selbstbefragung und Offenheit gebildet, die sich in den vielfältigen kulturellen Zeugnissen Europas spiegelt - von Homer bis in unsere Zeit.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 26.05.2020

Matthias Bertsch liest Jürgen Wertheimers Kulturgeschichte Europas mit Freude. Wertheimers Ritt durch 3.000 Jahre Kultur- und Literaturgeschichte hat es laut Rezensent in sich, insofern als der Autor nachweist, dass Literatur und Kultur immer auch die politische und gesellschafttliche Realität abbilden. Das erläutert Wertheimer dem Rezensenten anhand der jüdischen Geschichte, religiöser Überzeugungen und dem "Kunstwerk Christus". Reich an Facetten und Widersprüchen schlägt das Buch laut Bertsch auch den Bogen zum Heute, indem es auf die Doppelgesichtigkeit von Sprache und Kultur hinweist - als Medium der Befreiung und  Ausgrenzung zugleich.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.05.2020

Thomas Speckmann lernt bei Jürgen Wertheimer die Geschichte der Kulturen Europas kennen. Mit europäischer Kulturgeschichte kennt der Autor sich aus, versichert Speckmann, der Wertheimers Vorgehen, durch Erkennen und Aufzeigen Gegensätze und Gemeinsamkeiten zu erschließen, ausdrücklich lobt. Die Beispiele im Band, angefangen bei der minoischen Kultur über den Kampf des Ostens gegen den Westen bis zum Europa des 19. Jahrhunderts, zeigen Speckmann auch, dass die Stärke Europas in der Ausbalancierung von Autonomiebestrebungen und Bindungsbedürfnissen liegt.
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