Ganz in blau gedruckt und mit vielen, schönen Kapitelvignetten von Stefanie Jeschke. Nichts hilft so gut gegen Angst wie beste Freunde! Elli und Jaro sind unzertrennlich, schon seit ungefähr immer. Sie wohnen im selben Haus und wollen endlich keine Angst mehr haben. Weder vor tiefem Wasser noch vor Hunden. Vielleicht klappt das ja, wenn sie einfach mal mit Otto, dem Nachbarshund, an den See gehen. Doch noch ehe Elli und Jaro sich ihren Ängsten stellen können, verkrachen sie sich gewaltig. Ob das mit Tami zu tun hat, dem neuen Mädchen aus dem zweiten Stock? Jedenfalls muss noch so einiges passieren, bevor sie ihren Plan umsetzen können. Aber dann trauen sie sich und lassen ihre Bammel auf Hosentaschengröße schrumpfen. Und das fühlt sich ziemlich gut an.
Ängste lassen sich nicht komplett vermeiden oder ignorieren, weiß Rezensentin Ursula Nowak. Aber man kann lernen damit umzugehen. Dabei helfen Bücher wie Josefine Sonnesons "Wie man einen Bammel auf Hosentaschengröße schrumpft", meint Nowak. Sonneson gelinge es, mit Humor und Einfühlungsvermögen, abstrakte Gefühle der Bedrohung greifbar zu machen und mache Mut, sich seine Ängste einzugestehen und darüber zu sprechen. Für Sonneson sei das Wichtigste, dass man mit seinen Gefühlen nicht allein bleibt. Und es müssen ja nicht unbedingt immer Mama und Papa sein, die Kindern mit ihren Ängsten helfen. Die 10-jährige Ich-Erzählerin zum Beispiel lebt mit ihren zwei Müttern zusammen, im gleichen Haus wie ihr bester Freund und dessen Vater, die für sie ebenfalls zur Familie dazu gehören, lesen wir. Sonneson stellt solche Patchwork-Familienverhältnisse als völlig selbstverständlich dar und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu deren Normalisierung, lobt die Rezensentin.
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