Aus dem Niederländischen von Lisa Mensing. Wie viel Schönheit passt in ein Leben, und wann ist es Zeit loszulassen? Theo Engel ist in den Niederlanden als Sterbehilfearzt tätig. Fast jede Woche verabreicht er Menschen, die unzumutbar und ausweglos leiden, die erlösende Spritze. Doch der Beruf zehrt an ihm, Theo kämpft mit Depressionen. Eines Tages erhält er einen bemerkenswerten Brief: Darin bittet ihn ein zwar nicht mehr junger, aber vollkommen gesunder Mann um Sterbehilfe. Gerrit Blauw möchte sterben, weil er sein Leben für vollendet hält. Um den Arzt zu überzeugen, ihm zu helfen, erzählt Gerrit Theo von der Schönheit, die sein Leben erfüllt hat. Von seiner Arbeit für das Theater, vor allem aber von seiner großen Liebe Saartje, für die er einmal sogar eine Giraffe auf eine Nordseeinsel verschifft hat. Und zum ersten Mal beginnt Theo sich zu fragen, ob der Mensch nicht nur ein schönes Leben, sondern auch einen schönen Tod verdient hat.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 12.02.2026
Rezensentin Katharina Borchardt ist enttäuscht von Joost Oomens Roman. Und das, obwohl der junge Autor sich ein interessantes Thema ausgesucht hat: Sterbehilfe. Konkret geht es um Gerrit, einen 71-jährigen, der sterben will, weil er glaubt, ein erfülltes Leben gehabt zu haben und um Theo, einen niederländischen Arzt, der aktive Sterbehilfe leistet. Die Schicksale der beiden sind zunächst kaum miteinander verbunden, bemerkt die Kritikerin enttäuscht. Zudem moniert sie, dass Oomen große Fragen wie Tod und Schönheit nur auf einer persönlichen, nicht aber auf einer politischen Ebene verhandelt. Letztlich ist ihr das Buch schlicht zu naiv geraten.
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