Herausgegeben von Robert Eikmeyer. Spätestens seit der großen Werkschau "Mama Johnny" 2006 propagiert Jonathan Meese unverhohlen die Herrschaft der Kunst. Mit der Hermetischen Revolution und vor allem der Diktatur der Kunst hat Meese sein bisheriges "Wissen" zu einer Theorie verdichtet, die nun als Propaganda für die Sache der Kunst in Bild und Wort verbreitet werden kann. Robert Eikmeyer hat aus der großen Materialfülle ein opulentes, alle wichtigen Texttypen repräsentierendes Lesebuch zusammengestellt und um ein instruktives Nachwort sowie eine umfassende Meese-Bibliografie ergänzt.
Christian Demand, Herausgeber des Merkur, kann Jonathan Meese einfach nicht ernst nehmen. In winzigen Dosen ist seine Narrheit manchmal erträglich, aber in größeren, wie den hier "ausgewählten Schriften" ist das nur was für "Fans literarischer Grenzerfahrungen", so Demand. Kindisch und hanebüchen findet er ganz besonders Meeses Lieblingstheorie, dass die Demokratie nur kleine Kunst hervorbringt. Dass dem Buch dann auch noch ein Glossar beigegeben ist, erscheint Demand dann vollends absurd.
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