Jonas T. Bengtsson

Wie keiner sonst

Roman
Cover: Wie keiner sonst
Kein und Aber Verlag, Zürich 2013
ISBN 9783036956688
Gebunden, 448 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Aus dem Dänischen von Frank Zuber. Mit seinem Vater lebt er am Rande der Gesellschaft. Warum er nicht zur Schule geht, keine Freunde hat und ständig umziehen muss, weiß der Junge nicht. Doch er weiß, dass es ihm an nichts mangelt, dass sein Vater ihn die wichtigsten Dinge des Lebens lehrt, ihn beschützt und bedingungslos liebt. Zehn Jahre später: Etwas Unerklärliches ist vorgefallen, und der mittlerweile junge Mann schlägt sich nunmehr allein durch die Straßen von Kopenhagen. Die klare und eindringliche Sprache von Jonas T. Bengtsson lässt Freiräume für mannigfaltigste Schattierungen entstehen. Eine bildstarke Geschichte, die ohne Sentimentalität auskommt und tief unter die Haut geht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.03.2013

Wie schade, dass Jonas T. Bengtsson die Stärke seines neuen Romans "Wie keiner sonst" nicht bis zum Schluss halten kann, klagt Rezensent Matthias Hannemann. Denn zunächst ist der Kritiker ganz hingerissen von dieser "traurig-schönen" Geschichte um einen antikonformistischen, aber dennoch doktrinären Vater, der mit seinem kleinen Sohn in Kopenhagen untertaucht, um ihn vor den gefährlichen Einflüssen von Schule, Staat und Kirche zu schützen. Mit großem Interesse liest der Rezensent auch, wie der Sohn - nachdem sein Vater in der Psychiatrie gelandet ist - mit seiner Mutter in der Hölle einer Vorstadt lebt und bald versucht, seinen Vater zu retten. Leider muss Hannemann aber feststellen, dass der Autor schließlich nicht nur das Gefühl für die Handlung seines rätselhaften Romans verliert, sondern auch zunehmend in "Kitsch" und Stereotype abgleitet.
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