Bei den Memoiren dieses "amerikanischen Ausnahmegitarristen und Antonioni-Hassers" handelt es sich den Eindrücken von Rezensentin Nadja Geer zufolge nicht gerade um eine Durchschnittsbiografie. Vielmehr driftet diese Lebensbeschreibung aus ihrer Sicht immer wieder ins Irreale ab. Aber das scheint gerade das Großartige und Lesenwerte daran zu sein. Auch verdankt die Rezensentin dem Buch ungewöhnliche Einblicke in die Frühgeschichte der Folkmusik, besonders den speziellen Fahey-Sound, der, wie sie schreibt, "einer ganzen Generation von Schraten" den "Soundtrack" gegeben habe. Aus der Tiefe dieser Erinnerung sieht die Rezensentin außerdem das "alte, unheimliche Amerika" der dreißiger und vierziger Jahre wieder auftauchen, dann die fünfziger Jahre und ihren Konformismus, aus der Rock und Blues einen Ausweg boten. Auch Karl Bruckmaiers Übersetzung wird sehr gelobt, da sie den "Ton der Mündlichkeit" ins Deutsche rette, dem das Buch Geer zufolge einen Großteil seines Unterhaltungswertes verdankt.
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