In der Hauptstadt brennen seit Monaten nachts immer mehr Luxuskarossen. Berliner Autofahrer fühlen sich allein gelassen und gehen in ihrem Kiez gemeinsam auf "Bürgerstreife", während der polizeiliche Staatsschutz linken Unrat wittert. Die junge Polizistin Romina Winter ist gerade aus disziplinarischen Gründen frisch zum Dezernat für Branddelikte versetzt worden und patrouilliert durch die nächtliche City. Durch die streift auch der Postbote Maurice Jaenisch, der ganz sicher weiß, dass die Stadt von Satan beherrscht wird. Und weil er alles richtig machen will, muss er ihm gegenübertreten. Auch Jette Geppert ist unterwegs. Sie ist Reporterin bei Kriminalprozessen in Moabit, und sie ist ein Super Recognizer: Sie kann Gesichter zuverlässig wiedererkennen. Drei Menschen treiben durch die riesige Stadt, deren Nachtgesicht geheimnisvoll, faszinierend und brandgefährlich ist ...
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 09.12.2022
Nach "Berlin Prepper" und "Berlin Heat" geht Johannes Groschupf mit "Die Stunde der Hyänen" einen "neuen Weg", stellt Rezensent Tobias Gohlis fest, und dieser Weg, führt zu "ganz Großem". Es sind schwere, existenzielle Themen, die Groschupf in seinem Krimi verhandelt: Missbrauch, Erpressung, Glaube, Unterdrückung und Scham. Der Autor erzählt davon in einer rasanten Geschichte voller überraschender Wendungen und Perspektivwechsel. Außerdem in einer angenehm nüchternen und urwüchsigen Sprache, die das Erzählte überhaupt erst lesbar im Sinne von aushaltbar macht. Gohlis ist begeistert.
Rezensent Jan Drees bewundert die Treffsicherheit, mit der Johannes Groschupf in diesem Krimi das enttäuschte Leben seiner Hauptfigur, die branntgefährliche Frustration eines Missbrauchsopfers und die Machenschaften einer christlichen Sekte im Kreuzberg der Gegenwart zu einem spannenden Ermittlungsfall verschnürt, an dem auch die Medien im Buch Interesse finden. Routiniert gemacht, unterhaltsam zu lesen, lobt Drees.
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