Über 30 namhafte philippinische und deutschsprachige AutorInnen untersuchen die gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes im Kontext zunehmend eingeschränkter Handlungsräume. Eine eigene Betrachtung widmet sich der geostrategischen Lage der Philippinen in der asiatisch-pazifischen Region.
Viele relevante Informationen über Politik und Gesellschaft der Philippinen entnimmt Rezensent Sven Hansen diesem Buch. Achtzig kurze Beiträge erhält es, die Herausgeber Rainer Werning und Jörg Schwieger entstammen einem aktivistischen Umfeld und widmen sich, so Hansen, unter anderem Menschenrechtsthematiken, sowie der Frage, wie es sein kann, dass der Sohn des langjährigen Diktators Ferdinand Marcos 2022 zum Präsidenten gewählt wurde. Die Marcos-Familie ist, lernt Hansen in diesem Buch, ist nicht die einzige Politikerdynastie, die das Land prägt. Zu den weiteren behandelten Themen, zählt Hansen auf, zählen Arbeitsmigration aus den Philippinen sowie der Zustand der politischen Linken im Land, die teils im Untergrund gegen die Regierung kämpfen. All das ist, freut sich Hansen, gut und eingängig beschrieben in diesem Buch.
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