Belletristikausgabe. Harry denkt, er sei ein ganz normaler Junge, den das Schicksal nur ein kleines bisschen mehr beutelt als unbedingt nötig wäre: Er hat durch mysteriöse Umstände seine Eltern verloren und muss bei seinen grässlichen Verwandten leben. Doch dann bekommt er einen Brief mit der Aufforderung, sich in Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei, einzufinden. Dort muss er lernen, dass er selbst eine Berühmtheit ist und seine Eltern in der Welt der Zauberer und Hexen geradezu eine Legende sind.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.03.2000
Gerda Wurzenbergers Rezension ist deutlich anzumerken, dass sie eigentlich nicht so recht nachvollziehen kann, was die Ursache für das grassierende „Harry-Potter-Fieber“ sein mag und wieso sich gerade Erwachsene mit solcher Emphase auf diese Geschichten stürzen. Und der Tatsache, dass dieses Kinderbuch nun in einer deutliche teureren Ausgabe für Erwachsene erschienen ist (mit „erwachsenentauglichem Schutzumschlag“) mag sie auch nur wenig Begeisterung entgegenbringen. Sie findet die Geschichte einfach nur bedingt interessant. Spannung, Abenteuer und Phantasie könne man genauso gut auch in anderen Kinderbüchern finden, die „Ambivalenz des Lebens in der realen Welt“ spiele hier keine Rolle und mit „pädagogischen Bedenken“ hält sich die Autorin ihrer Ansicht nach auch nicht unnötig auf. Sie vermisst den Tiefgang in dieser Literatur und erklärt sich die Begeisterung vieler erwachsener Leser damit, dass diese sich möglicherweise an die Internatsgeschichten von Enid Blyton erinnert fühlen.
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