Aus dem Amerikanischen von Georg Deggerich. Dieser Band versammelt Gespräche der "Schriftstellerin und Ikone" (The New Yorker) aus vier Jahrzehnten. Joan Didion erzählt von ihrer Kindheit in Sacramento, ihrer Studienzeit in Berkeley, den Jahren in New York und Los Angeles. Sie denkt nach über ihre Ehe mit dem Schriftsteller John Gregory Dunne, seinen unerwarteten Tod und den ihrer Tochter Quintana, nur zwei Jahre später - Schicksalsschläge, die sie in ihren Erinnerungsbüchern "Das Jahr magischen Denkens" und "Blaue Stunden" verarbeitete, die schon jetzt als Meilensteine des Genres gelten.
Aber natürlich geht es in diesen Gesprächen auch um Literatur, um das Schreiben von Romanen, das dem nicht-fiktionaler Texte so gar nicht gleicht, um das Schreiben als Akt der Notwehr, um Politik und Engagement, Sonnenuntergänge an der kalifornischen Küste, lange Spaziergänge durch New York und vieles mehr.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.02.2019
Rezensentin Frauke Meyer-Gosau erfährt aus den hier versammelten Gesprächen mit Joan Didion, wie die Autorin zur Seismografin der amerikanischen Kultur wurde. Ob Didion im Gespräch Eitelkeit, politischen Snobismus oder schlicht Naivität durchblicken lässt, der Band ergibt für die Rezensentin ein aufregendes Bild einer die Gegensätze auskostenden Schriftstellerin. Dass die Anordnung der Texte im Band nicht chronologisch ist, sondern zwischen 2003, 1978, 1977 und 2012 hin- und herspringt, kann Meyer-Gosau nicht nachvollziehen. Was sich Didion von manchen Interviewern gefallen lassen musste, findet sie bestürzend.
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