Die zwölfjährige Ji-li scheint als herausragende Schülerin und Klassensprecherin eine glänzende Zukunft vor sich zu haben. Da beginnt in China die Kulturrevolution. Von einem Tag auf den anderen sind gute Noten eine Schande, ehemals schlechte Schüler werden zu Wortführern, auch außerhalb der Schule. Als begeisterte Anhängerin Maos setzt Ji-li alles daran, bei der Umsetzung seiner Ideen zu helfen. Doch sie und ihre Familie besitzen den falschen Klassenstatus...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.12.2001
Für Cathrin Kahlweit ist das vorliegende "politische Jugendbuch" schwerverdauliche Kost: Die Autorin setze politisches Wissen voraus, das viele Jugendliche schlicht nicht hätten. Worum geht es? Ein 12-jähriges Mädchen erlebt die chinesische Kulturrevolution- zunächst als "zuversichtlicher; begabter Teenager", der dann -weil ihre Eltern über Grundbesitz verfügen- mit seiner Familie untergeht, resümiert die Rezensentin. Exemplarisch soll der dargestellte Werdegang des Mädchens laut Kahlweit aufzeigen, wie die politische Führung Chinas "die Zuversicht einer ganzen Generation" zerstört hätte. Das Gesamturteil der Rezensentin: Zwar eindrucksvoll, aber für Jugendliche wohl zu schwierig.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…