Aus dem Englischen von Werner Löcher-Lawrence. 1628 begibt sich die neunjährige Mayken mit ihrem Kindermädchen auf eine abenteuerliche Reise: Auf dem berühmtesten Schiff der Niederländischen Ostindien-Kompanie, der Batavia, will sie nach Java zu ihrem Vater reisen, einem reichen Kaufmann, an den sie sich kaum noch erinnern kann. Fasziniert vom Leben an Bord erobert sie mit ihrer Neugier das riesige Schiff und gewinnt Freunde, wahre und falsche, auf und unter Deck. Freunde, die ihr helfen zu überleben, als das Schiff auf ein Riff aufläuft und Chaos und Gewalt ausbrechen.1989 ist der neunjährige Gil fasziniert von dem Schiffswrack, das Wissenschaftler vor der Küste einer kleinen Insel zu bergen versuchen. Nach dem Tod seiner Mutter lebt der Junge bei seinem Großvater, einem wortkargen Fischer, mit dem niemand auf der Insel etwas zu tun haben will. Das Leben mit dem alten Mann verstärkt in dem schüchternen Jungen das Gefühl der Einsamkeit. Doch vor allem bedrückt ihn, dass er nicht über die Geschehnisse reden kann, die dem Tod seiner Mutter folgten.Vergangenheit und Gegenwart, die Geheimnisse von Erwachsenen und die Unschuld von Kindern: Jess Kidd erzählt die Geschichte zweier junger Menschen, die mit beeindruckendem Mut und großer Fantasie versuchen, sich eine ungerechte Welt zu erklären.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 16.06.2023
Rezensentin Petra Pluwatsch empfiehlt den sechsten Roman der Jugendbuchautorin Jess Kidd. Im neuen Buch geht es um zwei einsame Kinder auf einer Insel im Pazifik, die im Abstand von gut 350 Jahren ihre Erfahrungen machen mit diffusen Ängsten und Vorurteilen. Zeit und Raum überbrückt die Geschichte spielend, meint Pluwatsch, wenn der neunjährige Gill den Spuren der einst mit einem Handelsschiff aus Holland auf die Insel gekommenen neunjährigen Mayken nachgeht, die 1628 starb und dort seither als Geist herumspukt. Klug, witzig und spannend zugleich findet die Rezensentin die Geschichte.
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