Klappentext
Enzo und Angèle sind ein glückliches Paar, seinem Charme und ihrer Lässigkeit kann niemand widerstehen. Doch als sie sich ein Kind wünschen und es Enzo ist, der schwanger wird, stürzen sich die Medien auf den Fall des schwangeren trans Mannes, Hass und Hetze sind beispiellos. Vor allem Angèle hält dem Druck kaum stand. Als das gemeinsame Baby wenige Tage nach der Geburt stirbt, tut sie etwas Unverzeihliches, das nicht nur ihr Leben für immer verändert.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info)
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 30.11.2024
Jayrome C. Robinets erster Roman handelt von einem schwangeren trans Mann, berichtet Rezensentin Emma Rotermund, das Paar Enzo und Angèle lebt in Frankreich und wird mit einem ziemlich unschönen Medienecho konfrontiert, nachdem die Schwangerschaft bekannt wird. Der schwangere Enzo sieht sich als "Leihvater", die beiden versuchen, ihre eigene Geschichte der Berichterstattung entgegenzustellen, die etwa danach fragt, ob das Baby mit Bart geboren wird. Dennoch trotzdem werden ihnen etwa Steine durchs Fenster geworfen, erfahren wir. Rotermund freut sich, dass das Buch nicht einfach von einer homogenen queeren Gruppe erzählt, sondern Widersprüche und Individuelles mit den verschiedenen Perspektiven verbindet, die die Erzählstimme einnimmt. Ohne, dass trans sein plakativ in den Vordergrund gestellt wird, lässt sich eine Menge lernen, etwa, dass es in Frankreich noch bis 2016 Zwangssterilisationen gab, sollte ein Geschlechtseintrag geändert werden. (Wobei Robinet die Gesetzesänderung im Roman bereits auf 2002 vorverlegt). Die Kritikerin zeigt sich insgesamt berührt von diesem emotional herausfordernden und doch auch oft lustigen Roman.
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