Javier Marquez Sanchez

Das Fest des Monsieurs Orphee

Roman
Cover: Das Fest des Monsieurs Orphee
Verlag Walde und Graf, Zürich 2011
ISBN 9783037740422
Gebunden, 407 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Luis Ruby. Mitte der 1950er-Jahre gerät der Schauspieler Peter Cushing bei der Vorbereitung für seine Rolle in einer Frankensteinverfilmung in Verwicklungen rund um einen für Jahrzehnte verschollenen Film, den der Teufel höchstpersönlich Anfang der 1920er-Jahre in Hollywood gedreht und prouziert haben soll. Das Besondere: der Film verführt jeden seiner Betrachter zu Wahnsinnstaten. Am Anfang steht ein grausiges Verbrechen, das Kinder in einer kleinen Ortschaft im Norden Englands verüben. Nach einer Filmvorführung bringen sie alle Erwachsenen des Dorfes um, kreuzigen den Priester kopfüber und verbrennen sich danach selbst. Inspektor Andrew Carmichael und sein Adept Harry Logan werden zum Tatort gerufen und im Laufe der Aufklärung des mysteriösen Falles, stoßen der Schauspieler und die Polizeibeamten aufeinander und bekämpfen fortan gemeinsam das Böse.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 06.12.2011

Rezensent Tim Caspar Boehme kann Javier Marquez Sanchez zu seinem Debütroman nur beglückwünschen, denn er findet ihn kurzweilig, extrem spannend und sehr gelungen in seiner Mischung aus fiktiven Wendungen und Fakten. Der spanische Filmkritiker hat nämlich eine Hommage an die britische Produktionsfirma Hammer Films geschrieben, die eine Neuverfilmung der Frankensteingeschichte plant, erklärt der Rezensent. Während sich der Hauptdarsteller auf seine Rolle vorbereitet, geschehen rätselhafte Grausamkeiten, für die der Teufel persönlich, der eine ominöse Filmrolle produziert hat, verantwortlich sein soll, erfahren wir. Auch wenn außer dem Helden keiner der Protagonisten charakterliche Tiefe hat, gibt sich der Rezensent sehr willig der rasch voranschreitenden Handlung hin und freut sich über die vielen Zitate aus Horrorfilm-Klassikern. Dass auch die Aufmachung des Buchs mit ihrer Anlehnung an Edgar-Wallace-Romane stimmt, steigert das Vergnügen für Boehme noch.

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