Jan Wagner

Gold. Revue

Hörspiel. 1 CD
Cover: Gold. Revue
DHV - Der Hörverlag, München 2018
ISBN 9783844529579
CD, 18,00 EUR

Klappentext

1 CD mit 84 Minuten Laufzeit. Gesprochen von Mechthild Grossmann, Heikko Deutschmann, Henning Nöhren und anderen. Goldschürfer, Huren, Säufer, Saloon-Besitzer, Prasser, Spieler und Priester - in Jan Wagners Stimmenspiel kommen all jene zu Wort, die auf der Suche nach dem Gold mit nichts als ein bisschen Hoffnung in der Tasche ihr altes Dasein für immer hinter sich ließen, manchmal gewannen, fast immer verloren. Eine Revue, in der die Lebenden und auch die Toten, verscharrt in der Erde, ein letztes Mal reden dürfen, so wie auch das Gold, das bleibt, während die, die es suchten, vergingen. Eine deftig-poetische Szenenfolge über den Goldrausch Mitte des 19. Jahrhunderts mit einer Originalmusik des Komponisten Sven-Ingo Koch.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.06.2018

Sandra Kegel freut sich über das erste Hörspiel des Lyrikers Jan Wagner. Wie der Autor und sein Regisseur Leonhard Koppelmann das Gold sprechen lassen, sodann die Glücksritter des amerikanischen Westens und schließlich, aktuell, Auswüchse des modernen Kapitalismus, findet sie hörenswert. Die Gier nach dem Gold, die dreckige Suche und die Enttäuschung danach, machen die Sprecher, von Heikko Deutschmann bis Yohanna Schwertfeger, für Kegel nachvollziehbar. Eine Collage aus historischen Einzelschicksalen und Miniporträts lassen Kegel eine Schopenhauersche Weiheit erkennen: Fürs Gold zahlt der Mensch jeden Preis.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 30.05.2018

Mit großem Vergnügen ist Alexander Cammann diesem Ritt gefolgt, auf den ihn der Dichter Jan Wagner durch  den kalifornischen Westen führt. "Gold" ist als Hörspiel im Auftrag des Deutschlandfunks entstanden, Wagner treibt darin, zusammen mit dem Regisseur Leonhard Koppelmann und dem Komponisten Sven-Ingo Koch, ein "ironische Spiel" mit den Klischees des Westens, mit Goldgräbern, Glücksrittern und Bardamen, wie Cammann meint, der sich die Revue gern als "großes Welttheater" gefallen lässt, dank großer Komik, hervorragnder Sprecher und Kurt-Weill-hafter Musik.