Jan Kuhlbrodt

Schneckenparadies

Chemnitzer Trilogie Teil 2
Cover: Schneckenparadies
Gans Verlag, Berlin 2024
ISBN 9783946392477
Gebunden, 160 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Der Held des Romans geht nach der Wende von Karl-Marx-Stadt nach Frankfurt am Main, um Philosophie zu studieren. Die Versprechen von einer gerechteren Welt, Teil der DDR-Utopie, sind da bereits verschüttet, allenfalls verbunden mit den Erinnerungen an einen Jugendfreund, an Leiterwagen und rote Fahnen. In der Bundesrepublik findet der Protagonist dieses autofiktionalen Romans Anschluss an die linke studentische Szene in Frankfurt, um nach und nach ernüchtert festzustellen: Auch die jugendlich-revolutionäre Vision einer vermeintlich freien Republik hat ihre Begrenzungen und Schattenseiten. Und wie die Schnecken, denen die Kinderfreunde in einer alten Badewanne eine neue Heimat bieten wollten, zieht es auch die Protagonisten dieses Buches weiter.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 21.11.2024

Rezensent Andreas Baum entdeckt in Jan Kuhlbrodts neuem Buch einen Protagonisten, der viel mit seinem Autor gemeinsam hat: In den Achtziger Jahren trampt er durch den Ostblock, lässt sich treiben, und lebt 1989 in einer euphorischen Phase "zwischen den Systemen." Als er nach der Wende nach Frankfurt am Main geht, wird er zum Außenseiter, wie Kuhlbrodt für Baum assoziationsreich und mit viel Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge schildert. Der Kritiker lobt diesen Abschluss der preisgekrönten "Chemnitzer Trilogie" auch dafür, dass der Autor weiterhin beim kleinen Gans-Verlag bleibt, der sich der Herausgabe seiner Bücher mit viel Zuwendung widmet.