Alle wollen über Feminismus reden, über geile, coole Themen, die junge Frauen ansprechen. Über Gender-Pay-Gap zum Beispiel, oder Körperbehaarung. Was nicht geil ist: Hausarbeit. Was niemanden interessiert: die Unterdrückung der Hausfrau. Jacinta Nandi bricht das Schweigen: Sie berichtet über ihre persönlichen Fronterfahrungen in einem Haushalt mit einem Teenager, einem Kleinkind und einem meist abwesenden Mann, der sich weigert zu helfen, schließlich ist seine Partnerin Hausfrau und ja wohl zuständig für Kinder, Küche und Kotze! Sie reflektiert über unbezahlte Care-Arbeit, Armut und Schmutz und klickt sich erschöpft durch die Lifestyle-Welten von Cleanfluencerinnen, sucht Rat in Hausfrauen-Communitys und Überlebenshilfe in Putz-Podcasts. Wütend schreibt Jacinta Nandi gegen die immer noch vorherrschende Rollenverteilung an - und fragt sich, wie um alles in der Welt sie da hineingeraten ist.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 23.02.2021
Rezensentin Andrea Gerk liest Jacinta Nandis Bericht als unterhaltsames Trostbuch für Hausfrauen und Alleinerziehende. Analysen oder Erklärungen liefert das Buch zwar laut Rezensentin kaum, dafür beschreibt es die Ungleichheit zwischen Mann und Frau mit jeder Menge schwarzem Humor, meint Gerk. Die Hausarbeit geht der Rezensentin gleich etwas leichter von der Hand.
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