Aus dem Englischen von Stephan Glietsch. Beruflich läuft es gar nicht mal schlecht für Mark Renton. Als Manager erfolgreicher DJs reist er um die Welt. Die Kohle stimmt. Warum fühlt es sich trotzdem nicht richtig an? Eine Zufallsbegegnung mit seinem einstigen Weggefährten Franco Begbie reißt ihn aus seinem Trott. Verdammt noch mal, das Leben hat doch mehr zu bieten! Bald findet sich Mark in einer Welt wieder, die er längst hinter sich geglaubt hatte: in den dreckigen Straßen einer verachtenswerten schottischen Kleinstadt.
Frank Schäfer lässt sich Irvine Welshs neuen Roman über die alten Schwerenöter aus Leith gefallen. Auch wenn Welshs Helden ihm wie die Statisten in einem ewigen Kneipengespräch erscheinen, gleich, ob sie gerade in Los Angeles sind, in Berlin oder London. Der gute alte je nach Figur leicht variierte Ghetto-Slang macht Schäfer weiterhin Freude, Sick Boys "Muchomacho"- wie auch Spuds "Kaputtnick"- Idiom. Die Story um geliehenes Geld ist zweitrangig, ahnt Schäfer, wenn Welshs Ensemble wiederum eine "Kettenreaktion" in Gang setzt, die für jede Menge Ärger sorgt, einschließlich Mord. Die Komik, die diesmal allzu sehr nach der Verfilmung äugt, wie Schäfer feststellt, trägt so ziemlich alles.
Rezensent Christoph Ohrem sieht den Kult in Mitleidenschaft gezogen mit Irvine Welshs Abschlussband seiner Trainspotting-Saga. Zwar unterhalten ihn Welshs Tempo und Sound und die mit wenigen Strichen in Erinnerung gerufenen bekannten Figuren durchaus. Die Handlung findet Ohrem aber vorhersehbar, die Figurenstimmen austauschbar und die Dramaturgie knirschend. Ärgerlich scheint ihm, dass der Autor sämtliche Frauenfiguren als sexy Männerfantasien entworfen hat, als wäre es noch anno dunnemals.
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