Die Großmutter stirbt, ihr Haus, ein Jugendstilbau, muss geräumt werden. Um die Reste ihres Lebens zu bewahren, fotografiert die Enkelin jeden Winkel des Hauses und schreibt Erinnerungen auf, die sie mit dem Garten, den Räumen, den Gegenständen, der Atmosphäre und vor allen Dingen den Gewohnheiten und der Anwesenheit ihrer Großmutter verbindet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2011
Beate Tröger hat sich gern auf dieses Buch eingelassen, in dem die Schweizer Journalistin Irene Speiser den Tod ihrer Großmutter betrauert - und damit auch eine eigentlich längst untergegangene Welt. Speiser wandert durch die großbürgerliche Jugendstilvilla ihrer Großmutter, erzählt von ihren Ehemännern und spürt deren Physikerkollegen nach, die im Haus ein- und ausgingen. Ein sehr vornehmes Verhältnis von Distanz und Nähe macht Tröger hier aus und versichert, dass Speisers Blick nie weinerlich werde, aber melancholisch durchaus.
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