Ilse Helbich

Iststand

Sieben Erzählungen aus dem späten Leben
Cover: Iststand
Löcker Verlag, Wien 2007
ISBN 9783854094616
Kartoniert, 160 Seiten, 16,80 EUR

Klappentext

"Iststand", Erzählungstitel und zugleich Überbegriff für eine Reihe von Geschichten, die Ilse Helbichs Themen ausbreiten: das Alter und die Jugend, die Gräben zwischen diesen von Einsamkeit geprägten Lebenswelten, der leise abgeklärte Humor der Alten, ihre Selbstbehauptung, ihre Macht auf der einen Seite, das Aufbegehren der Jungen, ihre Verzweiflung und ihre Unsicherheiten auf der anderen. Doch die Autorin führt die Leser listenreich aus den Fallen, die sich hier auftun, Ironie und Selbstkritik, leiser Zynismus gepaart mit surrealer Überhöhung führen in eine im Grunde lebensbejahende Schilderung alltäglicher Szenen. Iststand, nicht ohne Hoffnung auf das Zukünftige. Den "alten Tagen" stellen sich Themen sonder Zahl in den Weg und fordern ihr Recht auf Schilderung, Analyse, auf Bewältigung im Text. Träume, Bedenkenswertes und Skurriles, mitunter Befremdliches - damit hat die Autorin schon in Lesungen aus ihren veröffentlichten und unveröffentlichten Texten das Publikum überzeugt und gewonnen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.12.2007

Ilse Helbichs Erzählungen über das Alter haben Rezensentin Julia Kospach sichtlich beeindruckt. Selten hat sie eine derart berührende literarische Bilanzierung dieses Lebensabschnittes gelesen. Dabei unterstreicht sie die Härte und Unbestechlichkeit von Helbichs Blick, der niemals in Kitsch, Pathos oder Verklärung abgleitet. Dadurch wirkt das Schöne, das immer wieder aufscheint, für sie "doppelt echt". Das Alter habe bei Helbich wenig mit Abgeklärtheit zu tun. Der Autorin gelingt es in Kospachs Augen vielmehr, das Alter als einen "hybriden Zustand" von Kränkung und Einsicht, leisem Humor und Trauer, Gelöstheit und Bedauern, Gleichmaß und Veränderung zu zeigen.
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