Ibram X. Kendi, Jason Reynolds

Stamped

Rassismus und Antirassismus in Amerika. (Ab 14 Jahre)
Cover: Stamped
dtv, München 2021
ISBN 9783423640831
Gebunden, 256 Seiten, 17,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Anja Hansen-Schmidt und Heike Schlatterer. Von Amerikas Anfängen bis Barack ObamaMehr als 150 Jahre nach Abschaffung der Sklaverei in den USA herrscht in vielen Bereichen des Lebens immer noch keine Gleichberechtigung zwischen Schwarz und Weiß. Wo liegen die Wurzeln des Rassismus? Wie kommt es, dass er wie ein Stachel tief in der Seele der USA sitzt? Anschaulich und fundiert erzählen Jason Reynolds und der Historiker Ibram X. Kendi die Geschichte des Rassismus und Antirassismus in Amerika. Sie zeigen, wie rassistisches Denken immer auch als Rechtfertigung für weiße Privilegien eingesetzt wurde, und geben eindrucksvolle Beispiele des Antirassismus.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.12.2021

Rezensent Michael Schmitt möchte nichts Schlechtes über dieses Buch sagen, also gibt er jedem Kritikpunkt eine positive Wendung. Natürlich und zu Recht sei "Stamped" ein harter Brocken, auch wenn der Jugendbuchautor Jason Reynolds das ursprüngliche Werk des Aktivisten und Historikers Ibram X. Kendi etwas zugänglicher gestaltet hat. Die Radikalität und Einseitigkeit findet Schmitt auch in der Jugendbuch-Version wieder und nimmt sie als Ermutigung zum Selberdenken auf. Denn er weiß durchaus, dass der Rest der Welt nicht unbedingt so tickt wie die USA, dass der Rassismus nicht am Ursprung der Sklaverei stand, sondern sie rechtfertigen sollte und dass der Rassismus nicht alle Missstände der Welt erklärt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.11.2021

Rezensent Fridtjof Küchemann wünscht sich ein Buch wie das von Jason Reynolds und Ibram X. Kendi über Rassismus in den USA auch für Europa und Deutschland. Einstweilen bietet ihm der Jugendbuchautor Reynolds, der hier mit Elementen aus Kendis Buch über Rassismus von 2017 arbeitet, Amerika-spezifische Hintergründe zum Thema, plastisch dargebracht wie in einer Performance, findet der Rezensent. Dem jungen deutschen Leser fehlt sicher die ein oder andere Erläuterung, kritisiert Küchemann, doch der Mix aus Kendis Analysen und der erzählerisch starken Darstellung von Reynolds geht für ihn auf. Die Ideologie hinter dem Rassismus, seine Entwicklung, seinen "praktischer Nutzen" und sein Fortdauern erläutern die Autoren eindrücklich, meint er.

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