Ian Stewart

Flacherland

Die unglaubliche Reise der Vikki Line durch Raum und Zeit
Cover: Flacherland
C. H. Beck Verlag, München 2003
ISBN 9783406501791
Gebunden, 384 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Deutsch von thomas Filk. Quadratische Männer? Rechteckiges Dosenbier? Willkommen in Flacherland, der Zwei-Dimensionen-Welt. Bevölkert wird diese Welt von Quadraten, Dreiecken und Linien, ansonsten schlägt man sich mit den gleichen Problemen herum wie bei uns. Also mit Politik und Wissenschaft, mit Vorurteilen und Engstirnigkeit - und mit aufmüpfigen Jugendlichen, die partout nicht einsehen wollen, was gut für sie ist. So hat auch die Heldin dieses Buches, die junge Victoria Line, kurz Vikki - wie alle Frauen von Flacherland eine Linie -, ihren eigenen Kopf. Sie findet zum Verdruss ihrer Eltern das Tagebuch ihres Ururgroßvaters Albert Square, eines bekannten Querulanten und Revoluzzers. Dieser hatte tatsächlich behauptet, es gäbe wahrscheinlich auch noch andere Welten - solche mit mehr als zwei Dimensionen zum Beispiel...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.03.2003

Ian Stewarts "Flacherland. Die unglaubliche Reise der Vikki Line durch Raum und Zeit" hat Rezensent Ulrich Kühne zufriedengestellt. Stewart, der in "Flacherland" an Edwin A. Abotts 1884 verfasstes Buch "Flächenland", einen Klassiker der populärwissenschaftlichen Literatur, anknüpft, sucht darin auf spielerische Weise den Leser mit den Geheimnissen der Geometrie vertraut zu machen, berichtet Kühne. Das gelingt ihm zur Freude Kühnes dann auch und zwar mit "größter Leichtigkeit". In der Geometrie gebe es weit mehr zu entdecken als die Möglichkeit von höherdimensionalen Räumen, beispielsweise fraktionale Dimensionen: der Rand einer Schneeflocke sei ungefähr 1,26186-dimensional, weiß Kühne nach der Lektüre. Er kann sich allerdings des Eindrucks nicht erwehren, "dass sich professionelle Mathematiker und Laien bei Stewart nicht bei den gleichen Stellen amüsieren". Auch in seinen nebensächlichen Beschreibungen treibe Stewart esoterische Scherze mit der Mathematik - von Zenons Paradoxie des Wettrennens zwischen Achilles und der Schildkröte bis zu den Abelschen Gruppen. Zu Kühnes Bedauern gelingt es der Übersetzung nicht immer, "mit den sprühenden Ideen Stewards mitzuhalten". Allerdings lässt der Lesespaß nach Ansicht Kühnes im letzten Drittel des Buches, in dem Stewart nach der Mathematik auch noch die moderne Physik erklären möchte, etwas nach.
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