Hugo Ball

Hugo Ball: Gedichte

Cover: Hugo Ball: Gedichte
Wallstein Verlag, Göttingen 2007
ISBN 9783892447757
Gebunden, 336 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben und kommentiert von Eckhard Faul. Erstmals komplett ediert: alle überlieferten Gedichte Hugo Balls ­ mit bislang unveröffentlichten Gedichten aus dem Nachlass. Hugo Balls bekanntester und wohl bedeutendster Text ist wahrscheinlich das Lautgedicht "Zug der Elefanten" ("Karawane"). ­ Gedichte verfasste Ball während seines ganzen Lebens, und an keinem anderen Teil seines Werkes lässt sich seine Entwicklung so gut nachvollziehen wie an der Lyrik. Zu seinen Lebzeiten erschien trotz entsprechender Pläne nicht ein einziger Gedichtband.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2007

Mit vierzig Jahren schon starb der vor allem als Dada-Künstler im Gedächtnis der Nachwelt gebliebene Dichter Hugo Ball. Welch erstaunliche und nicht immer nachvollziehbare Wendungen Ball dabei durchgemacht hat, lässt sich nun in diesem Band verfolgen, der sämtliche Gedichte Balls versammelt. Nicht nur ihr Stil, sondern auch ihre Qualität schwankt stark - und das ist noch sehr vorsichtig formuliert, wenn man dem Rezensenten Jan Wagner glauben darf. Das reicht von Expressionistischem über Dadaeskes bis zu den im Glauben fast sprachlos werdenden Werken der religiösen Spätphase. Insofern ist dieser Band eher etwas für den an einem Gesamtbild des Dichters Interessierten als für den Freund großer Literatur. Als solches aber habe er, so Wagner, natürlich seine Berechtigung.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.08.2007

Tobias Lehmkuhl findet diesen nun nachgereichten Teil der kritischen Werkausgabe mit sämtlichen Gedichten schon allein deshalb sehr begrüßenswert, weil Hugo Balls dichterisches Werk häufig auf die Lautgedichte reduziert wird, obwohl er in seinem lyrischen Schaffen sehr viel abwechslungsreicher war. Deutlich werde, dass sich Ball tief in der romantischen Tradition verwurzelt sieht und auch der religiöse Hintergrund des gläubigen Katholiken trete klar zutage, berichtet der Rezensent. Wenn es ihn auch irritiert, bereits im Inhaltsverzeichnis und in der ersten Anmerkung Schnitzer zu finden, weiß er die Kommentierung und das Nachwort von Herausgeber Eckhard Faul zu schätzen und geht davon aus, dass der Band insgesamt in seiner Textgestalt zuverlässig ist. Was die literarische Bedeutung Balls angeht, ist sich Lehmkuhl allerdings nicht sicher; er stellt fest, dass so manches Gedicht die Grenze zum Kitsch überschreitet und ihm behagt auch der sentimentale, mitunter auch allzu "weihevoll-betuliche" Ton nicht recht. Trotzdem betont der Rezensent die insgesamt durchaus vorhandene Qualität der Gedichte und lässt sich vom Witz, der Passion und der Wandlungsfähigkeit der Ballschen Lyrik überzeugen.
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