Horst W. Opaschowski

Wir!

Warum Ichlinge keine Zukunft mehr haben
Cover: Wir!
Murmann Verlag, Hamburg 2010
ISBN 9783867741040
Gebunden, 221 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Das Zeitalter der Ichlinge geht zu Ende. In der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ist kein Platz mehr für Egoisten und Narzissten. Das "Ich" hat ausgedient. Und "Wir"-Gefühle werden wichtiger. Horst W. Opaschowski, der Leiter der Hamburger "Stiftung für Zukunftsfragen", weiß, wovon er spricht. Seine empirischen Studien basieren auf ungezählten Interviews und Umfragen in ganz Europa. Jetzt hat er das große Abschlusswerk seiner aktiven Institutstätigkeit vorgelegt. Erstmals gibt er darin auch Auskunft über besondere Ereignisse, Situationen und persönliche Erfahrungen aus seinem Leben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.10.2011

Rezensent Michael Pawlik springt nicht eben zimperlich um mit Horst Opaschowskis Buch "Wir!". Darin behauptet der ehemalige Leiter der Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen ein neues allgemeines Bedürfnis nach Gemeinschaftlichkeit, wie Pawlik informiert. Opaschowskis Analyse basiert dabei auf selbst geführten Umfragen, ist zu erfahren, wobei der Autor allerdings kaum bemüht sei, die Kongruenz von Reden und Handeln seiner Gesprächspartner zu überprüfen. Und für gegenwärtige Formen des Individualismus - den Intimfeind Opaschowskis - findet der Rezensent eine Menge soziohistorischer und -ökonomischer Erklärungen jenseits von Egoismus und Hedonismus, die der Autor jedoch sämtlich nicht zur Kenntnis nehme. "Kaum subtiler als eine oberbayerische Sonntagspredigt" ist das Werk in den Augen Pawliks, zudem "evident unprofessionell" und der "Stiftung für Zukunftsfragen" nicht eben zu höherem Ruhm gereichend. Dem Hauptsponsor besagter Stiftung, einem Tabakkonzern, rät der Kritiker lieber zu Investitionen in die Lungenkrebsforschung.

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