Historisches Lexikon der Schweiz

Band 1: Aa-Basel (Fürstbistum)
Cover: Historisches Lexikon der Schweiz
Schwabe Verlag, Basel 2002
ISBN 9783796519017
Gebunden, 754 Seiten, 208,50 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen Abbildungen, Tabellen und Grafiken. Der erste von 12 Bänden des Historischen Lexikons der Schweiz umfasst knapp 2000 Artikel. Darunter ragen besonders die umfangreichen Abhandlungen zu den Kantonen Aargau, Appenzell-Ausserrhoden und -Innerrhoden sowie eine Reihe von mehrseitigen Sachartikeln hervor, wie etwa "Aberglaube", "Abstimmungen", "Adel", "Agrarverfassung", "Alemannen". Ein Musterbeispiel für den methodisch und thematisch umfassenden Ansatz des HLS ist der Artikel "Alpen", der auf über 30 Seiten Geografie, Politik, Soziales, Kultur und Alltagsleben im Alpenraum behandelt. Dazu kommen hunderte von Biografien sowie geografische Artikel wie etwa "Altdorf (UR)" und "Baden", aber auch "Afrika" und "Argentinien". Die Texte werden durch rund 500 meist farbige Abbildungen, Karten und Grafiken und 50 Tabellen ergänzt. Eine 40-seitige Einleitung stellt Aufbau und Geschichte des Lexikons dar.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.02.2003

Als ein gigantisches Unternehmen stellt Thomas Kirchner dieses Lexikon der Schweiz vor. Denn Mehrsprachigkeit bereichere zwar ein Land, koste aber auch viel Geld, Kraft und Geduld. Zehn Jahre später als geplant sei nun immerhin der erste deutsche Band erschienen "Von Aa bis Basel" und zwar - Tradition verpflichtet - im 1488 gegründeten, und damit ältesten Verlag der Welt - bei Schwabe in Basel). Für den Rezensenten scheint sich aber das Warten gelohnt zu haben. Herausgekommen sei ein Lexikon zum Lesen, nicht zum Nachschlagen. Für einen Höhepunkt hält Kirchner das Kapitel über die Alpen, auch die Kantonporträts findet er ausgesprochen lesenswert. Zu kurz kommen ihm allerdings die Banken. Da das ganze ein von der Schweizer Regierung unterstütztes Projekt ist, dass demokratiefördernde Wirkung in der Schweizer Willensnation zeitigen soll, gibt es das ganze auch umsonst im Internet (www.hls.ch), während ein gedruckter Band immerhin 300 Franken kostet. Doch Kirchner empfiehlt, das Geld ruhig auszugeben. Denn in der Printversion werde man mit mehreren tausend Grafiken, Karten und Illustrationen belohnt.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.01.2003

Eine zutiefst innerschweizerische, staatstragende Angelegenheit, über die bereits öffentlich gestritten wurde. So wirft Thomas Maissen den Lesern erstmal jede Menge Zahlen an den verwirrten Kopf, der erst nach halber Lektüre des Artikels begreift, worum es eigentlich geht. Also: Es gibt ein neues Historisches Lexikon der Schweiz, kurz HLS - genauer gesagt liegt der erste von vorgesehenen zwölf Bänden vor; eine verlegerische "Großtat von internationaler Bedeutung", schreibt Maissen, da es dreisprachig erschienen ist und sich die Redakteure Gedanken über die verfassungsrechtlich korrekte Übersetzung vieler regionaler Eigentümlichkeiten Gedanken machen mussten. Rühmenswert sei auch die Aktualisierung der Artikel, fährt Maissen in seiner Lobeshymne fort; des weiteren sei das Lexikon formal und typografisch sehr ansprechend aufgemacht. Das neue HLS soll das alte HBLS (Historisch-biografisches Lexikon der Schweiz) ablösen; kein guter Gedanke, findet Maissen trotz aller Begeisterung für das neue Standardwerk, da neue wissenschaftliche Akzentsetzungen - etwa in der Kultur- und Mentalitätsgeschichte wie in der Wirtschafts- und Sozialgeschichte - einerseits eine inhaltliche Erweiterung mit sich brächten, andererseits aber andere Elemente - wie zum Beispiel die vielen Biografien - verdrängt hätten.